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Unsere erste Auswärtsfahrt als Fanclub - Tour de Volleyball - 20./21.10.2012

Das ist der Hammer: das erste Auswärtsspiel in der ersten Liga und das ausgerechnet in Friedrichshafen! Das muss man erlebt haben, dachten sich die Wölfe und organisierten eine Fahrt an den Bodensee.

Am Samstagmorgen machten sich 8 volleyballverrückte Wölfe von Dresden aus auf den Weg. Zwei weitere wurden in Siebenlehn aufgelesen. Und dann ging es gemütlich nach Friedrichshafen. An der dortigen Jugendherberge (direkt am Bodensee gelegen) angekommen, trafen wir den Rest des Dresdner Rudels - jetzt waren wir schon 16. Kurzes Einchecken in der Herberge, die wir sehr gern weiterempfehlen, dann ab zum Hafen. Vom Bodensee-Panorama haben wir leider nicht viel erkennen können - Nebel versperrte die Sicht. Also suchten wir eine Lokalität zum Warm up.

Warm Up am Hafen

Direkt am Wasser gelegen, mit einem Aussichtsdeck von ansprechender Größe war schnell ein geeignetes Glas-Bier-Geschäft gefunden. Die Begrüßung dort war einzigartig: "Guten Tag! Essen können wir leider nicht anbieten, aber Getränke können Sie haben."
Die Auswahl an Bier: "Weizen - oder Kristallweizen"
Gegenfrage: "Haben Sie auch Pils?"
Antwort: "Pils? Ja."
Frage: "Was für Pils?"
Antwort: "Pils. In Flaschen." - Ah ja.
Das Umfüllen des Pils von Flasche in Weißbier-Glas dauerte gefühlte 20 Minuten, dafür fehlte die Blume. Macht alles nichts, Wölfe sind hart im Nehmen.
Es wurde Zeit, wir machten uns auf den Weg in die ZF Arena. Nach ca. 3 km Fußmarsch die erste Überraschung: Laut Werbetafel am Kreisverkehr waren wir ein ganzes Jahr zu spät gekommen, denn das Spiel VfB Friedrichshafen gegen VC Dresden war für den 08.10.2011 terminiert.

Werbung mit falschem Datum

Der Empfang an der ZF Arena durch den Fanbeauftragten des VfB war sehr herzlich. Plätze in der ersten und zweiten Reihe mit genügend Platz für die Trommeln waren für uns reserviert. In der Halle trafen wir dann die Friedrichshafener VC-Fan-Abordnung und die Mailänder VC-Fans. Und so wuchs das Rudel auf 25 Wölfe ;o)

Über das Spiel gibt es nicht viel zu erzählen - es verlief erwartungsgemäß (0:3). Das hielt uns aber nicht vom Stimmungmachen ab. Wir waren so laut, dass der Friedrichshafener Fanclub zwischenzeitlich den Standort wechselte und Mühe hatte, den gleichen Lautstärkepegel zu erreichen.
Einzig die Vorstellungsrunde vor dem Spiel sorgte für eine Riesenüberraschung: zunächst wurde die Heimmannschaft vorgestellt, jeder einzelne Spieler aufgerufen und begrüßt. Und dann - kam nichts. Wollten die Häfler gegen sich selbst spielen? Beim Einschlagen wurden dann die Namen der Dresdner Spieler verlesen - gewöhnungsbedürftig.

Nach dem Spiel noch anregende Gespräche mit den Häfler Fans, die wir sehr gern zum "Gegenbesuch" am 15.12.2012 in Dresden erwarten. Zu vorgerückter Stunde machten wir uns dann zu Fuß auf den Rückweg. Dieser könnte trotz gleichen Streckenverlaufs etwas weiter gewesen sein als der Hinweg. Und hielt wieder eine Überraschung (oder soll ich schreiben - Enttäuschung) bereit: Nach 22:00 Uhr gibt es an Tankstellen keinen Alkohol mehr zu kaufen. Ein ganz schön trockener Weg zurück in die Jugendherberge.

Ein gelungener Samstagabend fand einen krönenden Abschluss mit einer Runde sächsischen Bieres, das irgendwie den Weg an den Bodensee gefunden hatte. Nach einer durchaus angenehmen Nachtruhe folgte ein ordentliches Frühstück. Irgendwo zwischen all diesen Dingen wurde der Gedanke geboren, auf dem Heimweg einen Abstecher nach Friedberg zu machen. Der Gedanke nahm immer mehr Gestalt an und war irgendwann beschlossene Sache. Nach dem Auschecken holten wir an der ZF Arena unseren Fahrgast ab und fuhren los nach Ausgburg.

Wir wollten die Jungs der zweiten Mannschaft überraschen und nicht zu zeitig in Friedberg erscheinen. Also nutzten wir den Zwischenstopp in Augsburg für ein kräftigendes Mahl im Steakhouse. Carsten entschied sich wie zwei andere Wölfe auch für das Steak vom Parmaschwein. Als einige schon ihr Essen hatten, bekam Carsten von der Bedienung zu hören: "Steak vom Parmaschwein ist leider aus."
Carsten: "Dann nehme ich das Schnitzel (vom Parmaschwein)."
Nach einer kleinen Weile kam die Bedienung zurück: "Es tut mir leid. Ich hab gerade erst von der Küche die Info bekommen: es ist kein Schwein mehr da."
Da waren wir aber froh, dass wir unser Essen schon hatten. Carsten musste aber auch nicht hungrig bleiben. Als Entschädigung gab es für alle Wölfe einen Espresso, eine sehr nette Geste finden wir. Dann wurde es Zeit, nach Friedberg an die Halle zu fahren. Auf dem Parkplatz noch schnell die Fanshirts angezogen - und dann ab in die Halle. Mit Trommelwirbel sind wir einmaschiert, die Gesichter der Dresdner Spieler zeigten eine ganze Pallette an Emotionen: von Ungläubigkeit bis Überraschung war so einiges dabei.

Das Spiel selbst hätte einen ganz eigenen Bericht verdient, hier sei nur soviel gesagt: Die Schiedsrichterleistung war wenig souverän. Gelegentlich hörte man auch das Wort "desolat". Dass die Dresdner trotzdem gewonnen haben, verdient unseren Respekt. Die Jungs haben sich gefreut, wir hatten unseren Spaß, der Sieg geht mit nach Dresden - alles gut.

Der Heimweg nach Dresden war lang, aber natürlich nicht langweilig. Zu mitternächtlicher Stunde waren wir wieder zu Hause.

Fazit: Eine volleyballintensive Woche (Montag Eröffnungsspiel in Berlin, Mittwoch erstes Heimspiel) fand mit dem Volleyballwochenende (Samstag Friedrichshafen, Sonntag Friedberg) eine krönenden Abschluss. Einfach "genial", "riesig", "geil"....

(Autor: Peggy)